Montag, 26. Juni 2017

Wir hatten Besuch


Vorletzte Woche (in unserer 3. Woche hier) waren unsere Professoren aus Deutschland für 5 Tage in Bahir Dar.
In dieser Zeit konnten wir unsere Forschungen weitest gehend abschließen, an dieser Stelle ein Danke an Herrn Schomacker und Herrn Schweikart, sowie an Shambel, einen Studenten, der uns bei allem Möglichen geholfen hat und Birhanu, Biniam und Tegegn von der Uni hier in Bahir Dar.

Die Woche war natürlich auch vollgepackt mit Treffen und Aufenthalten in den Untersuchungsgebieten, deshalb kommt das jetzt als Nachtrag.

Markt in Kebele 4, Bastis Untersuchungsgebiet

Bauernpaar in Lisas Untersuchungsgebiet

weidende Tiere (auch Lisas Untersuchungsgebiet)

Neben der vielen Arbeit blieb nachmittags und abends noch ein bisschen Zeit für Schönes. An einem Abend haben wir zusammen einen traditionellen "Club" besucht. Dort gibt es Live-Musik mit traditionellen Instrumenten und Gesang und dazu den hier beliebten und bekannten Schultertanz. Die Instrumente sind hauptsächlich Trommeln und ein einseitiges Streichinstrument. Es gibt Gesangs- oder Erzähl-Phasen in der Musik, so eine Art poetisches, gesungenes Kabarett, manchmal geschichtlich, manchmal aus der Situation motiviert, verstehen kann man leider nichts davon, außer man kann fließend Amharisch, aber mitlachen und klatschen geht natürlich ;-).
Dazu gibt es dann noch Tanzphasen, in denen die  Anwesenden von den Tänzern zum Mittanzen animiert werden und dann jeweils ein oder zwei aus dem Publikum mit in der Mitte des Raumes tanzen, alle anderen klatschen zum Anfeuern und jubeln vom Rand aus. Als drittes Element kommt eine Art inszenierter Kampf zwischen zwei Tänzern hinzu. Diese Phasen wechseln sich dann immer ab und wiederholen sich in den kleineren Clubs/ Bars häufig.

Sänger mit Streichinstrument im traditionellen Club,
leider ist es dort sehr dunkel...
also sorry für das schlechte Foto
traditionelles Essen: Injera (Sauerteig-Pfannkuchen)
mit verschiedenen Soßen aus Linsen und Bohnen und Kohl
auf einem Tisch aus geflochtenem Gras

Außerdem hatten wir auch die Chance an einem Abend noch spontan mit dem Boot ein Stück auf den Tanasee hinaus und in die Mündung des Blauen Nils zu fahren.

Birhanu (links) und Shambel auf dem Boot

Dort konnten wir traditionelle Fischer in Papyrusbooten und sogar einpaar Nilpferde beobachten.

Fischer im Papyrusboot am Schilf

zwei Nilpferde, gar nicht so einfach, die aufs Bild zu bekommen
Zum Abschluss gabs noch gebackene (frittierte) Tillapias (Fisch), Honigwein und einen wunderschönen Blick auf den See.






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